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gepostet am: Mittwoch, 14.11.2018, 15:11 Uhr

Gedenken an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren

Wie in den Jahren zuvor engagierten sich am 09.11.2018 zahlreiche Vereine, Stiftungen, Institutionen, Parteien aber vor allem Leipziger Bürger*innen, um der Opfer der Novemberpogrome vor nun über 80 Jahren zu gedenken. Die diesjährige Neuorganisation der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen 2018“, die zum Einen sicherstellen sollte, dass zum 80. Jahrestag alle Steine einem Paten oder einer Patin zugeteilt werden und dass PutzpatInnen, die altersbedingt die Steine nicht mehr betreuen können, abgelöst  werden konnten, sorgte auch für eine besonders hohe Bereitschaft Leipziger Schulen.

Wie in vielen anderen Städten, Gemeinden und Dörfern deutschlandweit brannten auch in Leipzig aufgrund der Reichspogromnacht Synagogen. Jüdische Einrichtungen, Lebensräume und Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Neben den materiellen Verlusten hinterließen die Pogrome vorrangig Traumata, zerstörte Identitäten, Gemeinschaften und Familien. Allein in Leipzig wurden in der Nacht vom 9. zum 10. November mehr als 500 jüdische und nichtjüdische Personen verhaftet.

Unter den zahlreichen Aktionen zum Gedenken an die Reichpogromnacht am 09.11.1938, die in Leipzig stattfanden, konnte auch die eigens vom Erich-Zeigner-Haus e.V. organisierte symbolischen Auftaktveranstaltung an den Stolpersteinen der Familie Frankenthal beim Dittrichring 13, die 11:00 Uhr begann, sowie die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“, die in den Zeiträumen von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr und 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr an allen in Leipzig verlegten Stolpersteinen stattfand, gezählt werden.

9:30 Uhr begann die städtische Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte in der Gottschedstraße. An diesem Ort befand sich bis zur Pogromnacht die Große Gemeindesynagoge in Leipzig. Am 9.11.1938 wurde das Gebäude in Brand gesteckt und vollkommen zerstört. Zu Beginn des darauf folgenden Jahres musste die Israelitische Religionsgemeinde für den Abriss der einstigen Synagoge aufkommen. Neben dem Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sprach auch Ministerpräsident Michael Kretschmer. Besonders bewegend war die Anwesenheit einer 96-jährigen Zeitzeugin, Eva Wechsberg, die heute in Los Angeles lebt. Mit 16 Jahren erlebte sie 1938 mit ihrer Familie Eindrücke und Ausmaße der Reichpogromnacht in Leipzig. Obwohl ihr Zuhause verschont blieb, bekam die Familie zu spüren, was in der Nacht geschah. Mehrere Tage blieben sie aus Angst im Haus. Eva Wechsberg gelang die Flucht aus Deutschland. Bei der Gedenkveranstaltung schilderte sie in einem bewegenden Redebeitrag ihre Eindrücke der Leipziger Pogromnacht.

Wie in den vergangenen Jahren spürte man bei der Gedenkveranstaltung in der Gottschedstraße die Betroffenheit der Anwesenden und der Beitragenden. Die gewechselten Worte und die Aufforderungen, für eine friedliche Welt aktiv einzustehen, erreichten die Zuhörenden. Blumen und Steine erinnerten an die Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Dass es heute nicht reicht zu sagen, dass so etwas nie wieder passieren darf, war allen Anwesenden klar.

Auch bei der Gedenkveranstaltung des Erich-Zeigner-Hauses am Dittrichring 13, die zugleich die symbolische Auftaktveranstaltung der Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ darstellte, sprachen einige Personen zum Jahrestag der Reichpogromnacht – so Frank Kimmerle, Ehrenvorsitzender des Vereins, Superintendent a.D. Friedrich Margirius und erneut der Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning. Auch zwei Schülerinnen leisteten Beiträge – eine Schülerin des Neuen Nikolaigymnasiums stellte die Biographie der Familie Frankenthal vor, für die der Verein seine ersten Stolpersteine in Leipzig verlegen ließ, und eine Schülerin der 94. Oberschule schilderte die politische Bedeutung der gemeinsamen Projektarbeit der SchülerInnen in Zusammenarbeit mit dem Verein. An den Stolpersteinen der jüdischen Familie Frankenthal trafen sich etwa 50 ZuhörerInnen. Es wurden die eingängige Worte gefunden, um allen Anwesenden deutlich zu machen, dass wir für einander und für die Rechte aller Menschen aktiv einstehen und wir dafür sorgen müssen, dass sich die Verbrechen aus der Vergangenheit heute nicht wiederholen dürfen. Herr Magirius rief dazu auf, dass wir uns immer wieder mit der Vergangenheit und den Schicksalen der Opfer beschäftigen müssen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Auch die Redebeiträge der Schülerinnen zeigten, dass wir die nächste Generation nicht unterschätzen sollten: sie sind bereits jetzt reflektiert genug, um festzustellen, dass auch Schülerinnen und Schüler zu einer demokratischen Gesellschaft beitragen müssen.

Beim Putzen der Stolpersteine beteiligten sich dieses Jahr so viele BürgerInnen wie noch nie und das Engagement der Menschen war besonders stark. An vielen Steinen gab es mehrere PutzpatInnen und die Beteiligten gedachten der Opfer auf verschiedenste Weise: durch das Vorlesen derer Schicksale, mit Blumen oder Kerzen.

Die Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen 2018“ wurde unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Wir können es nicht oft genug sagen: Danke an alle, die sich an diesem Tag beteiligten und das Gedenken unterstützten.

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gepostet am: Montag, 29.10.2018, 10:10 Uhr

Deutsche Erinnerungskultur in Bezug auf den Nationalsozialismus – ein internationales Vorbild?

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, den 16.11., um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus.

Seit 1945 hat die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und seiner Ursachen in Deutschland zu einer neuen Erinnerungskultur geführt. Sie erzählt die Geschichte des Landes nicht mehr nur als Abfolge von Heldentaten und Erfolgen, sondern auch der Verbrechen und Irrwege.
Ein solcher Blick auf die eigene Geschichte findet zunehmend auch in anderen Ländern Anklang.
Denn anders als vermutet, hat die Aufarbeitung der Geschichte nicht dazu geführt, dass Deutsche im Ausland ständig in „Sack und Asche“ gehen müssten. Im Gegenteil, die Deutsche Erfahrung im Umgang mit ihrer Geschichte stößt auf Interesse und Anerkennung. Die Frage, wie das Ausland die Deutschen Bemühungen um eine ehrliche Geschichtsaufarbeitung wahrnimmt und ob eine Erinnerungskultur, welche die dunklen Seiten nicht ausblendet, ein internationales Vorbild etwa in der Aufarbeitung von Kolonial- und anderen Formen von Unterdrückungsgeschichte sein kann, ist Gegenstand der letzten Veranstaltung unserer Reihe.

Wir wollen diese bedeutenden Aspekte deutscher Erinnerungskultur diskutieren mit den ReferentInnen

Botschafter Heinz-Peter Behr, Programmdirektor, International Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts, Berlin,

Ramona Bräu, Internationaler Suchdienst Bad Arolsen, Abteilung Tracing

und Dr. Hans Christian Jasch, Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin.

Die Moderation übernimmt Raimund Grafe, Vorsitzender des Erich Zeigner Haus e.V.

Wie immer ist der Eintritt kostenfrei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen e.V., dem Wissenschaftlichen Büro Leipzig, dem VVN-BdA Leipzig e.V. und dem ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. Vielen Dank!

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gepostet am: Freitag, 05.10.2018, 13:10 Uhr

Widerstand, nicht Resignation – Eine antifaschistische Widerstandsgruppe der SAP in Leipzig

Buchpräsentation mit dem Autor Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz am Dienstag, 20. November um 18:30 Uhr im Erich-Zeigner-Haus unter Mitarbeit von Manfred Hedlich

Die Studie „Widerstand, nicht Resignation“ schildert Bildung und Arbeitsweise der großen Leipziger Widerstandsgruppe von 40 Mitgliedern der linkssozialdemokratischen Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands. Sie wurde 1935 durch zwei NS-Spitzel, die in die Dresdner sächsische Landesleitung der SAP eingedrungen waren, erkannt. Alle Mitglieder wurden in zwei Prozessen, einem in Dresden, der andere vorm NS-Volksgerichtshof in Berlin zu -teils hohen- Zuchthausstrafen verurteilt. Die Darstellung erfolgt nach den Prozessprotokollen und nach Erinnerungen von Mitgliedern der Widerstandsgruppe. Einige Mitglieder werden eingehender biographisch geschildert. In einem gesonderten Teil wird die viel diskutierte Thematik der seinerzeit und auch nach 1945 kritisierten Gründung [1931] der demokratisch-sozialistischen Partei SAP gegenüber SPD und KPD auf Grundlage von Originaldokumenten neu beurteilt. Ein Exkurs ergänzt kulturelle Voraussetzungen solchen Widerstandsentschlusses, die über politische Bildung der entschlossenen Sozialdemokraten hinausgehen.

Prof. em. Dr. Gerd Irrlitz, Jahrgang 1935, ist Philosoph an der Humboldt Universität Berlin und Autor. Sein Vater Hans Irrlitz war leitendes Mitglied in der Leipziger SAP Widerstandsgruppe und im Leipziger Rettungswiderstand aktiv.

Manfred Hedlich, Jahrgang 1943, recherchierte das Schicksal seines ihm unbekannten Vaters Herbert Hedlich über 50 Jahre hinweg, dokumentierte dessen Wirken in der Leipziger SAP und erforschte die empirische Grundlage zum Buch über alle Mitglieder der Widerstandsgruppe.

Der Eintritt ist kostenfrei.

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gepostet am: Montag, 24.09.2018, 10:09 Uhr

09.11.2018 – Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“

Werden auch Sie Pate/ Patin für Stolpersteine in Leipzig am 9. November 2018!

2018. In diesem bedeutsamen Jahr ruft auch der Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 11. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Diese Pogrome bildeten einen weiteren Höhepunkt der beispiellosen Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern im gesamten ehemaligen Deutschen Reich. Der 80. Jahrestag und die Einzelschicksale hinter den Stolpersteinen erinnern uns daran, dass wir nicht vergessen dürfen wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz führen können. Das Bewusstsein für die Vergangenheit begründet die Notwendigkeit und die Wichtigkeit für unser gemeinsames und öffentliches Eintreten für Demokratie, Weltoffenheit und Zivilcourage.

Dafür rufen wir auf, eine Patenschaft für Stolpersteine zu übernehmen und am 9. November, diesem historischen Datum, an die Opfer zu erinnern und Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Weitere Informationen zum konkreten Ablauf der Gedenkveranstaltung „Mahnwache und Stolpersteine Putzen“ des 9. Novembers 2018 finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte/9. November. Hier können Sie sich auch über das Anmeldeformular als Pate/Patin eintragen.

 

 

 

Termine
gepostet am: Mittwoch, 05.09.2018, 12:09 Uhr

„Das christliche Abendland“ – ein Mythos? Christliche Religion und ihr Einfluss auf die [Erinnerungs-]Kultur

Vortrag und offene Diskussion am Freitag, 26.10.2018 um 18 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

In seinem Buch „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende“ zeigt der Philosoph und Historiker Rolf Bergmeier auf, dass die sogenannten „europäischen Werte“ eher auf den arabisch-islamischen als den christlichen Kulturkreis zurückzuführen sind. Bergmeiers Analyse belegt, dass das Mittelalter über Jahrhunderte hinweg nur nördlich der Pyrenäen, im Einflussbereich der christlichen Kirchen, „finster“ war, während im Osmanischen Reich Wissenschaft, Kultur und Handel blühte. Selten zuvor wäre die Rede vom „christlichen Abendland“ mit solch klaren Argumenten ad absurdum geführt. Er zeichnet die Entwicklung des Christentums anhand historischer Fakten nach und belegt, dass die Machtzunahme religiöser Kräfte in der Zeit der Spätantike mit einem zivilisatorischen Rückschritt verbunden war, von dem sich Europa erst in der Zeit der Renaissance, mit der Wiederbelebung der antiken Kultur, erholen konnte.

Rolf Bergmeier (*1940 in Oberhausen) ist Althistoriker, Philosoph und kirchenkritischer Autor. Neben seinem Werk „Christlich-abendländische Kultur – Eine Legende (2014) veröffentlichte er unter anderem die Bücher „Schatten über Europa – Der Untergang der antiken Kultur“ (2012), „Karl der Große – Die Korrektur eines Mythos“ (2016) und „Machtkampf. Die Geburt der Staatskirche: Vom Sieg des Katholizismus und den Folgen für Europa“ (2018).

Der Vortrag wird gemeinsam ausgerichtet mit der gbs Leipzig – Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs). Die gbs ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, die sich am Leitbild des evolutionären Humanismus orientiert und der sich viele renommierte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angeschlossen haben.

Moderation: Maximilian Steinhaus (Sprecher der gbs Leipzig)“

 

Veranstaltung
gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 13:09 Uhr

Treffen des „Aufruf 2019“ im Ariowitsch-Haus

Unsere Teilnahme am Treffen des „Aufruf 2019“

Am Abend des 22.10.2018 fanden wir uns unter fast 200 eingeladenen Organisationen und interessierten Leipziger BürgerInnen beim ersten Treffen des „Aufruf 2019“ im Ariowitsch-Haus ein. Die Initiative wurde gegründet, um zusammen für ein weltoffenes Leipzig, ein demokratisches Sachsen und ein geeintes Europa zu stehen. Auch wir, der Erich-Zeigner-Haus e.V., unterstützt natürlich die Initiative. Wir wollen mit unserer Teilnahme und unserer Arbeit die Demokratie, den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und politische Bildung neben anderen Aspekten stärken und Lösungen beitragen. Neben Redebeiträgen des Oberbürgermeisters Burkhard Jung oder von Gisela Kallenbach, Vorsitzende des Vereins Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig, konnten sich alle Anwesenden über eine Stunde mit eigenen Vorschlägen in die Diskussionsrunde einbringen und damit das Konzept des „Aufruf 2019“ mit beeinflussen. Wir freuen uns auf die Teilhabe an weiteren Treffen und rufen gern zur breiten Unterstützung der Initiative „Aufruf 2019“ auf.

Presse
gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 12:09 Uhr

Die Universität Leipzig im Nationalsozialismus

Der Bildungstag „Die UL im Nationalsozialismus“ am 13.10. von 10-16 Uhr im Erich-Zeigner-Haus

Im Rahmen der sogenannten „kritischen Einführungswochen“ führt die Universität Leipzig mit dem Start des neuen Wintersemesters für mehrere Wochen lang jedes Jahr interessante und kostenfreie Bildungsveranstaltungen für Studierende oder Interessierte durch, um über grundlegende Probleme und Thematiken aufzuklären. Auch das Erich-Zeigner-Haus wurde dieses Jahr in die Einführungswochen mit eingebunden – am Samstag, den 13.10.2018, fand von 10 bis 16 Uhr in der Zschocherschen Straße 21 ein Bildungstag zum Thema „Die Universität Leipzig im Nationalsozialismus – Aufarbeitung, Gedenken, Politik“ statt. Am Vormittag gab es zwei Inputvorträge, einen von Henry Lewkowitz, Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V. zur Erinnerungskultur in Leipzig und ihrer aktuellen politischen Bedeutung, und den zweiten von der Studentenschaft zum Thema „Die Universität Leipzig im NS“ mit den inhaltlichen Strängen historische Einordnung, Studentenschaft und Professorenschaft. Am Nachmittag fand eine Exkursion zu verschiedenen Stolpersteinen in Lindenau statt, geleitet von Caroline Müller, freie Mitarbeiterin im Erich-Zeigner-Haus. Dabei wurden einzelne Schicksale im Zusammenhang mit dem historischen Kontext betrachtet. Außerdem klärte Henry Lewkowitz mit einem weiteren Vortrag zu dem Euthanasieprogramm in Sachsen und Leipzig auf. Dabei wurde auch die NS-Euthanasie in Sachsen sowie die NS-Euthanasie in Verbindung mit der Medizinischen Fakultät Leipzig thematisiert. Etwa 30 Interessierte fanden sich an diesem Samstag im Erich-Zeigner-Haus ein, hörten den Beiträgen zu oder brachten sich selber in Form von kritischen Fragen ein. Wir fanden, es war eine äußerst gelungene und lehrreiche Veranstaltung und bedanken uns beim Studentenrat für die gute Organisation des Bildungstages und bei allen Personen, die an diesem Tag anwesend waren.

Veranstaltung
gepostet am: Dienstag, 04.09.2018, 12:09 Uhr

Konzertworkshop „Verfemte Musik“ mit dem DuoWaltherBosch

Workshop am Montag, den 17.09.2018, zweimalig gehalten vor vier Schülergruppen im Erich-Zeigner-Haus

Was bedeutet der Begriff „verfemte Musik“, wie können verbotene Werke klingen und wie gestaltete sich der Alltag verfemter Komponisten, Musikerinnen und Musikern? Diesen Fragen wird im Workshop anhand exemplarisch ausgewählter Biographien und Kompositionen auf den Grund gegangen, wobei insbesondere die Musik einen einzigartigen Zugang zu den Schicksalen von Exilantinnen und Exilanten, Konzentrationslager-Inhaftierten und Holocaust-Überlebenden bietet. Ziel ist es, Jugendlichen ab Schulstufe acht das Leben und Wirken von KomponistInnen und MusikerInnen, deren Werke im Dritten Reich nicht aufgeführt werden bzw. die selbst nicht auftreten durften, zu vermitteln.

Der dreiteilige Workshop dauert insgesamt 120 Minuten.

Für die Konzeption und Durchführung des Workshops sind Cornelia Walther (Vioncello) und Vanessa Bosch (Klavier) verantwortlich, die beide sowohl als Künstlerinnen als auch als Pädagoginnen aktiv sind. Gemeinsam gehen sie als DuoWaltherBosch einer regen Konzerttätigkeit nach, im Rahmen derer sie auch schon mit dem Jüdischen Museum Frankfurt, dem Fritz Bauer Institut sowie der Henry und Emma Budge-Stiftung kooperierten. Weitere Informationen zum DuoWaltherBosch erhalten Sie auf www.duowaltherbosch.com

Der Konzertworkshop „Verfemte Musik“ wird vor Schülergruppen von vier Schulen aus Leipzig und dem Leipziger Umland stattfinden. Wir freuen uns, das DuoWaltherBosch am 17.09. bei uns im Erich-Zeigner Haus begrüßen zu können und natürlich auf den interessanten Workshop.

 

Veranstaltung
gepostet am: Donnerstag, 30.08.2018, 15:08 Uhr

Bürgerfest des Bundespräsidenten

Wir waren zu Gast im Schloss Bellevue

„Bitte lassen sie uns heute deutlich zeigen: Gegen grundlose Wut, gegen Demokratieverachtung wollen wir zusammenstehen!“ – mit diesen Worten leitete der Bundespräsident Frank Walther Steinmeier am Freitagnachmittag das Bürgerfest in seinem Schlossgarten ein, zu dem über 4000 Ehrenamtliche als Dank für ihr Engagement eingeladen waren.

Auch zwei Mitglieder des Erich-Zeigner-Hauses, Geschäftsführer Henry Lewkowitz und Ehrenvorsitzender des Vereins, Frank Kimmerle, hatten die Ehre, teilzunehmen. Der Bundespräsident machte den Anwesenden in seiner Rede deutlich, dass die ehrenamtliche und zivilgesellschaftliche Arbeit für eine Demokratie unabdingbar ist und bedankte sich mehrfach. Es war uns eine große Freude, unter den vielen anderen Engagierten eine solche Anerkennung für unsere Arbeit zu erhalten und uns ein Beweis dafür, dass unsere Arbeit von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung  ist.
Wir haben uns sehr über die Einladung zum Bürgerfest gefreut und es genossen, in Form des Festes vom Bundespräsidenten persönlich ein „Dankeschön“ zu erhalten sowie ins Gespräch mit anderen engagierten Menschen zu kommen.

 

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gepostet am: Dienstag, 28.08.2018, 15:08 Uhr

Kontinuitäten „rechten“ Gedankengutes? Das Beispiel der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und MigrantInnen

Podiumsdiskussion am Freitag, den 14.09.2018 um 19 Uhr im Erich-Zeigner-Haus 

Um sich in eine Gesellschaft zu integrieren bedarf es vieler Faktoren. Essentiell dabei ist es, seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten zu können und sich dadurch als Teil der Gesellschaft zu fühlen. Dies gilt für alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Dennoch wird es auch MigrantInnen erschwert, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Zum Teil liegt die Ursache dafür sicherlich an fehlenden Qualifikationen, aber auch diskriminierende Ressentiments seitens der ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen sowie institutionelle Einschränkungen sind dafür verantwortlich.

In dieser Podiumsdiskussion werden die ReferentInnen über Fortschritte bei der Integration von Migranten in Arbeitsverhältnisse (Praktika, Ausbildung und Anstellungen) sowie auch über Blockaden bei der Integration in die Arbeitswelt informieren.

Kristian Milde hat sich während seines Masterstudiums in Global Studies intensiv mit politisch motivierten Migrationsprozessen beschäftigt und erarbeitet momentan ein Forschungsprojekt mit dem Schwerpunkt der Wege von Geflüchteten in den sächsischen Arbeitsmarkt.
Moutaz Zafer
forscht im Rahmen eines Doktorandenstudiums an der TU Dresden bereits in diesem Gebiet mit dem Fokus der Weiterqualifizierung von Migranten in sächsischen Unternehmen.
Rudaba Badakhshi ist Mitarbeiterin im Referat für Migration und Integration der Stadt Leipzig und mit dem Thema im Detail vertraut.
René Jalaß
wird als Mitglied des Sächsischen Landtages die Problemfelder und etwaige Lösungsansätze auf politischer Ebene beisteuern.

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