Publikationen des Erich-Zeigner-Haus e.V.

„STOLPERSTEINE in und um Leipzig“

 

Die Stolpersteine sind mit über 56.000 Verlegungen in 19 Ländern bis heute zum größten dezentralen Mahnmal der Welt avanciert.Die individuell beschrifteten Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Der Erich-Zeigner-Haus e.V. führt seine Stolpersteinprojekte ausschließlich in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern in Leipzig und dem Leipziger Umland durch. Die in diesem Buch vorgestellten Jugend-     projekte des Vereins unter anderem mit dem Gymnasium der Neuen Nikolaischule, der Oberschule am Adler, der 56. Oberschule der Stadt Leipzig und der Sophienschule Colditz aus den Jahren 2010-2015 dokumentieren die bewegenden Schicksale unterschiedlicher Opfer-                   gruppen aus Leipzig und Colditz und geben inhaltliche Zusammenhänge wieder.

Mit einem Vorwort von: Sebastian Krumbiegel.
ISBN 978-3-943150-14-8 Autor: von Henry Lewkowitz 11,90€ Hrsg.: Erich-Zeigner-Haus e.V.

 

 „Mein Kampf gegen Rechts“


Die Antwort auf Hitlers »Neuauflage« Am 31. Dezember 2015 ist der Urheberrechtsschutz für Hitlers Hetzschrift Mein Kampf erloschen. Das Buch, das den Ausgangspunkt für den Rassismus unserer Tage in sich trägt, darf wieder verlegt werden. Zu einem Zeitpunkt, der gefährlich ist: Pegida boomt, Flüchtlingsheime brennen und Terroranschläge werden von rechten Parteien genutzt, um Vorurteile und Hass zu schüren. Mein Kampf – gegen Rechts hält der Neuauflage von Hitlers Hetzschrift elf starke Menschen entgegen. Menschen, die mit rechtem Gedankengut und rechter Gewalt zu kämpfen haben, und Menschen, die dagegen aufstehen. Ihre Berichte berühren, inspirieren und ermutigen dazu, selbst mitzukämpfen – gegen die drohende rechte Schieflage unserer Gesellschaft. Frank Kimmerle stellt sich in Leipzig Woche für Woche der radikalen Legida-Bewegung entgegen und zeigt Jugendlichen, wohin Rassismus und Menschenhass schon einmal geführt haben.

 

„Das Leben und Wirken von Friedrich Ernst Lewek“


„Das Leben und Wirken von Friedrich Ernst Lewek“ erschien als Broschüre im bookra-Verlag Leipzig. Diese Publikation ist das Ergebnis eines zweijährigen Schülerprojektes mit Schülern der Neue Nikolaischule Leipzig unter der inhaltlichen Betreuung durch Henry Lewkowitz (2. Vorsitzender Erich-Zeigner Haus e.V. ) welches vor 2 Jahren als Stolperstein-Projekt begann. Inhalt der Broschüre sind die Geschichte der Nikolaikirche, der Kirchenkampf in Deutschland sowie im speziellen Leipzig und eine ausführliche Biografie zu Pfarrer Friedrich Ernst Lewek. Die Schüler_Innen haben viel geleistet: In Folge der Broschüre wird am 23. August 2016 der historische Gemeindesaal der Nikolaikirche Leipzig in „Ernst-Lewek-Saal“ umbenannt und stellt erstmals eine Rehabilitierung des verfolgten Pfarrers dar. Sowohl die Broschüre als auch die Saalumbenennung stellen ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für die Aufarbeitung der Vergangenheit dar.

 „Totschweigen ist die passive Form von Rufmord“


Dieter Kürschner hatte sich der Ermittlung der politischen Opfer des Nationalsozialismus 1933-1945 gewidmet. In seinem Nachlass befand sich ein entsprechendes Manuskript, das nunmehr vom Verein Erich-Zeigner-Haus e. V. Leipzig in überarbeiteter Form der  Öffentlichkeit übergeben wird. Das Buch enthält biografische Daten und bibliografische Hinweise zum Schicksal von rund 550 Personen, die zwischen 1933 und 1945 in Leipzig aus politischen Gründen ermordet wurden oder an den Folgen von Haft, Folter und Verfolgung nach 1945 starben. Dazu zählen nicht nur die Mitglieder bekannter Widerstandsgruppen, sondern auch bisher weitgehend unbekannte und nicht oder wenig     erforschte Opfergruppen wie z.B. die Opfer der NS-Militärjustiz.
Die Kurzbiografien sind nach einem einheitlichen Schema gestaltet. Sie enthalten, soweit vorhanden oder ermittelt, Namen, Vornamen, Geburtstag und -ort, Todestag und -ort, Beruf, politische Tätigkeit, Wohnung, Verfolgung (Verhaftungsgrund, Urteil, Haft). Die Anmerkungen enthalten Quellen (Akten in staatlichen, Partei- und anderen Archiven, Material in Gedenkstätten und Museen) und die biografische Literatur. Das Buch bietet eine gute Grundlage für die Erinnerungsarbeit an die Opfer des Faschismus. Es gibt sowohl Fachkreisen als auch Interessierten zahlreiche Hinweise.